Interview mit der Stiftung Bürgermut
8. März 2010Lieber Herr Uwe Amrhein von der Stiftung Bürgermut,
Frage: Stellen Sie bitte kurz Ihre Rolle im Projekt engagiert-in-deutschland.de vor.
Amrhein: Wir sind für die Verrückten zuständig. Spaß beiseite: Die Stiftung Bürgermut richtet den Fokus auf kreative Bürger, die gesellschaftlichen Wandel mit eigenen Wegen gestalten – oftmals außerhalb etablierter Strukturen. Diese Engagementform unterstützen wir als Stiftung übrigens auch in unseren anderen Aktivitäten, beispielsweise in Veranstaltungen, Coachings und Transferprojekten.
Frage: Wie sind Sie und Ihre Organisation zum Projekt engagiert-in-deutschland.de gekommen?
Amrhein: Unsere Plattform www.weltbeweger.de, die seit dem vergangenen Sommer online ist, gab vor etwa zwei Jahren unter anderem den Anstoß zu engagiert-in-deutschland.de. Wir hatten das Konzept einer integrierten Kommunikations- und Wissensplattform für Engagierte damals schon detailliert beschrieben und steckten bereits mitten in der Arbeit. Damals hatten wir allerdings vor allem kreative, engagierte Bürger als Zielgruppe im Visier. Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) brachte uns mit dem Deutschen Verein und dem CCCD zusammen. In diesem Kreis entstand dann das viel umfassendere Gesamtkonzept für engagiert-in-deutschland.de.
Frage: Was sind Ihre Aufgaben im Projekt engagiert-in-deutschland.de?
Amrhein: Unsere wichtigste Aufgabe besteht darin, mit unserer Plattform www.weltbeweger.de Modelle beispielhaften Bürgerengagements zu sammeln, zu beschreiben und zu vernetzen. Diese Inhalte stellen wir engagiert-in-deutschland.de dann in vollem Umfang zur Verfügung. Darüber hinaus koordinieren wir die Entwicklung des Redaktionskonzeptes für engagiert-in-deutschland.de.
Frage: Was sind in einem Satz formuliert Ihre Ziele in diesem Projekt?
Amrhein: Jeder Mensch, der etwas positiv verändern will, soll an einem Ort die dafür nötigen Informationen, Anregungen und Kontakte finden – und zwar rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche.
Frage: Welcher Aspekt reizt Sie besonders an diesem vielschichtigen Projekt?
Amrhein: Es gibt so viele faszinierende Initiativen und Plattformen für Bürgerengagement im Netz: Spannende Engagement-Blogs, genial-einfache Freiwilligen-Börsen, innovative Spendenportale und vieles mehr. Für diese Angebote einen Marktplatz zu schaffen, ist eine reizvolle Aufgabe.
Frage: Wo sehen Sie engagiert-in-deutschland.de im Jahr 2015?
Amrhein: Auch wenn engagiert-in-deutschland.de im Sommer so starten wird, sehe ich die Projektgemeinschaft nicht als Plattform-Betreiber, denn davon gibt es schon genug. Das Thema ist durch. Ich wünsche mir eiD als ein offenes Kompetenzzentrum, als einen virtuellen und realen Ort der Kooperation für alle, die Bürgerengagement mit Hilfe des www voranbringen möchten.
Vielen Dank!

